Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand 2026
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen zwischen Sabine Wegenstein, 1220 Wien, Baranygasse 7/5/11 (nachfolgend „Anbieterin“) und dem Kunden/der Kundin.
- Unternehmer*innen und Verbraucher*innen:
Soweit Bestimmungen dieser AGB nur für Verbraucher*innen im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) gelten, wird darauf ausdrücklich hingewiesen. Verbraucher*in ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
- Abweichende Bedingungen: Entgegenstehende oder von diesen AGB abweichende Bedingungen der Kund*innen werden nicht anerkannt, es sei denn, die Anbieterin hat ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Leistungsgegenstand
Die Anbieterin erbringt Dienstleistungen und verkauft digitale Produkte in folgenden Bereichen:
- Klassische Wohnberatung & Hausplanung:
Beratung, Konzepte und gestalterische Begleitung bei Bau-, Sanierungs- und Wohnprojekten für Privat- (B2C) und Businesskund*innen (B2B).
Coachings & Systemische Aufstellungen: Beratung zur persönlichen, beruflichen oder organisationalen Weiterentwicklung.
- Digitale Produkte: Kostenlose Bereitstellung von PDFs (Freebies), kostenpflichtige E-Books sowie Online-Kurse.
- Vertragsschluss über Verkaufsplattformen: Die Präsentation der Produkte und Dienstleistungen auf der Website oder der Verkaufsplattform stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Durch das Anklicken des Bestell-Buttons gibt der Kunde ein verbindliches Kaufangebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald die Anbieterin (oder die Plattform in deren Namen) den Kauf durch eine Bestätigungs-E-Mail oder die Bereitstellung des Produkts verbindlich bestätigt.
- Vertragsschluss bei individuellen Dienstleistungen: Bei individuellen Anfragen (z.B. umfassende Wohnberatung) kommt der Vertrag durch die schriftliche Annahme (auch per E-Mail) eines von der Anbieterin erstellten Angebots zustande.
3. Besondere Haftungsklausel für Wohnberatung und Hausplanung
- Keine Architekten- oder Bauaufsichtsleistung: Die Leistungen der Anbieterin im Rahmen der Hausplanung und Wohnberatung sind reine Konzept- und Gestaltungsberatungen (Interieur- und Raumdesign). Sie ersetzen ausdrücklich keine Leistungen von Architekten, Ziviltechnikern, Statikern, Bauleitern oder konzessionierten Handwerksbetrieben.
- Haftungsausschluss für die bauliche Umsetzung: Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für die bautechnische, statische oder rechtliche (z.B. baupolizeiliche) Zulässigkeit der vorgeschlagenen Konzepte. Die Prüfung und Einholung notwendiger Genehmigungen sowie die Überwachung der Handwerker obliegen ausschließlich dem Kunden/der Kundin oder den von ihm/ihr beauftragten Fachbetrieben.
- Gewährleistung und Haftung: Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Gewährleistung. Für Schäden aus der Beratung wird die Haftung – soweit gesetzlich zulässig – auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt. Für Unternehmer*innen (B2B) ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, Folgeschäden und entgangenen Gewinn gänzlich ausgeschlossen.
4. Besondere Haftungsklausel für Coachings und Systemische Aufstellungsarbeit
- Kein medizinischer oder therapeutischer Ersatz: Die angebotenen Coachings und systemischen Aufstellungen gelten als Lebens- und Sozialberatung bzw. reines Business-/Personal-Coaching. Sie stellen keine Psychotherapie, medizinische Behandlung oder psychiatrische Intervention dar und können eine solche nicht ersetzen.
- Eigenverantwortung des Kunden/der Kundin: Der Kunde/die Kundin bestätigt mit der Buchung, dass er/sie geistig und körperlich voll belastbar ist und die volle Verantwortung für sein/ihr Handeln, Emotionen und gesundheitliche Verfassung vor, während und nach den Sitzungen übernimmt.
- Haftungsausschluss: Die Anbieterin haftet nicht für psychische, physische oder wirtschaftliche Folgen, die sich aus der Teilnahme an den Coachings oder Aufstellungen ergeben. Ein bestimmter Erfolg (z.B. Heilung, Lösung eines Konflikts, Umsatzsteigerung) wird nicht geschuldet.
5. Durchführung von Terminen, Stornierung und Reisekosten
- Ort der Durchführung: Dienstleistungen finden je nach Vereinbarung entweder online (z. B. via Zoom) oder vor Ort beim Kunden bzw. an einem vereinbarten Veranstaltungsort statt.
- Technische Voraussetzung bei Online-Terminen: Bei Online-Terminen ist der Kunde selbst dafür verantwortlich, die technischen Voraussetzungen (stabile Internetverbindung, funktionierende Kamera und Mikrofon) bereitzustellen. Kann ein Termin aufgrund technischer Probleme aufseiten des Kunden nicht stattfinden oder muss abgebrochen werden, bleibt der Honoraranspruch der Anbieterin vollumfänglich bestehen.
- Absagefrist & Ausfallshonorar:
Vereinbarte Beratungstermine, Coachings oder Aufstellungstermine können bis zu 48 Stunden vor dem Termin kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bei einer Absage weniger als 48 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen wird das vereinbarte Honorar zu 100 % als Stornogebühr (Ausfallshonorar) fällig. Ein Anspruch auf Nachholung des Termins besteht in diesem Fall nicht.
- Reisekosten: Bei Terminen vor Ort werden Fahrtzeiten und Fahrtkosten gesondert verrechnet, sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wurde. Als Basis für Fahrtkosten wird das jeweils gültige amtliche Kilometergeld herangezogen.
6. Nutzungsrechte an digitalen Produkten und Online-Kursen
- Urheberrecht: Alle übermittelten oder zum Download bereitgestellten Inhalte (PDFs, E-Books, Kursmaterialien, Videos) sind urheberrechtlich geschützt.
- Nutzungsumfang: Der Kunde/die Kundin erhält ein einfaches, nicht übertragbares und zeitlich unbegrenztes Recht, die Inhalte für den eigenen, privaten Gebrauch zu nutzen.
- Weitergabeverbot: Jede kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung, Verbreitung oder Weitergabe der digitalen Produkte an Dritte (auch auszugsweise) ist strengstens untersagt und wird rechtlich verfolgt.
7. Markenschutz und Immaterialgüterrechte
- Markenschutz: Die Marke „enerchi“ ist beim Österreichischen Patentamt (ÖPA) in mehreren Klassen als geschützte Marke eingetragen. Sämtliche Rechte an dieser Marke liegen ausschließlich bei der Anbieterin.
- Nutzungsverbot: Jede Nutzung, Verwendung, Vervielfältigung oder Verbreitung des Markennamens „enerchi“, des Logos oder damit verbundener geschützter Begriffe für gewerbliche, werbliche oder sonstige Zwecke durch Dritte ist strengstens untersagt.
- Ausnahme durch Lizenz: Eine Verwendung der Marke im österreichischen Raum ist ausnahmslos nur nach vorheriger, ausdrücklicher und schriftlicher Absprache mit der Anbieterin sowie gegebenenfalls gegen Entrichtung einer entsprechenden Lizenzgebühr gestattet. Zuwiderhandlungen gegen den Markenschutz werden zivil- und wettbewerbsrechtlich verfolgt.
8. Preise und Zahlungsbedingungen
- Preise: Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich für Endverbraucher inklusive der gesetzlichen österreichischen Umsatzsteuer. Für B2B-Kunden können Preise auch als Nettopreise ausgewiesen werden, worauf explizit hingewiesen wird.
- Zahlungsarten:
Bei individuellen Dienstleistungen erfolgt die Zahlung nach Rechnungsstellung per Überweisung unmittelbar nach Erhalt der Rechnung ohne Abzug. Beim Kauf digitaler Produkte über Online-Plattformen erfolgt die Zahlung im Voraus über die dort angebotenen Zahlungsmethoden.
- Eigentumsvorbehalt & Leistungsvorbehalt: Gelieferte digitale Produkte, Konzepte oder Unterlagen bleiben bis zur vollständigen Bezahlung im Eigentum bzw. unter dem uneingeschränkten Rechtevorbehalt der Anbieterin. Bei Zahlungsverzug ist die Anbieterin berechtigt, Zugänge zu Online-Kursen oder Plattformen umgehend zu sperren.
9. Widerrufsrecht für Verbraucher*innen (nach FAGG)
Verbraucher*innen (B2C) haben nach dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) das Recht, Verträge, die im Fernabsatz (Online, Telefon) geschlossen wurden, innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.
- Vorzeitiges Erlöschen bei Dienstleistungen: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn die Anbieterin mit der Ausführung der Dienstleistung auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist begonnen hat und die Dienstleistung vollständig erbracht wurde. Wurde die Dienstleistung vor dem Widerruf nur teilweise erbracht, hat der Verbraucher einen anteiligen Betrag für die bereits erbrachten Leistungen zu zahlen.
- Vorzeitiges Erlöschen bei digitalen Produkten (E-Books, Downloads, Online-Kurse):
Das Widerrufsrecht erlischt bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, vorzeitig, sobald mit der Ausführung des Vertrages (z.B. Bereitstellung des Download-Links oder Freischaltung des Kurszugangs) begonnen wurde. Voraussetzung ist, dass der Kunde vorab ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Rücktrittsfrist begonnen wird, und er zur Kenntnis genommen hat, dass er dadurch sein Rücktrittsrecht verliert. - Ausschluss für Unternehmer*innen: Für Businesskund*innen (B2B) besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
10. Schlussbestimmungen
- Anwendbares Recht: Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbraucher*innen gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der/die Verbraucher*innen*in seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.
- Gerichtsstand: Für Verträge mit Unternehmer*innen (B2B) ist das für den Sitz der Anbieterin sachlich zuständige Gericht in Wien vereinbart. Für Verbraucher*innen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände nach dem KSchG.
- Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Vertragsschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen unberührt.